900 Jahre lebendige Geschichte.

Bereits im 9. Jahrhundert besiedelt und befestigt, war der Cappenberg, die einzige Höhenfestung des Münsterlandes, Stammsitz der Grafen von Cappenberg. Dieses Geschlecht gehörte mit seinen zahlreichen Burgen und Rittersitzen sowie seiner Verwandtschaft mit den Herzögen von Staufen und den Grafen von Arnsberg zu den "Big Player" im Römischen Reich Deutscher Nation des 11. und 12. Jahrhunderts.

Als Graf Gottfried von Cappenberg im Jahre 1122 infolge eines Bekehrungserlebnisses die Burg Cappenberg und viele andere seiner Besitzungen in Klöster des 1121 durch Norbert von Xanten gegründeten Ordens der Chorherren von Prémontré umwandeln ließ und gemeinsam mit seiner Ehefrau Jutta von Arnsberg und seinen drei jüngeren Geschwistern der Ordensgemeinschaft beitrat, hatte dies nicht nur für die Stiftungen der Cappenberger, sondern für das Reich und für den Orden tiefgreifende und langanhaltende Folgen.